Splitboard Bindung: Interface, Kompatibilität & beste Marken

von Johannes | Letzte Aktualisierung

Der Name ist Programm: Eine Splitboard Bindung sorgt dafür, dass Du immer mit Deinem Board eng und komfortabel verbunden bleibst. Sei es beim Aufstieg und bei der Abfahrt. Da sie dabei verschiedene Aufgaben erfüllen muss, bringt sie individuell an die Situation anpassbare Bestandteile mit. So bist Du immer sicher unterwegs und kannst Dich ganz auf Dein Schneevergnügen konzentrieren.

Aber bevor es soweit ist, geht’s logischerweise erst einmal an den Bindungs- und Interface-Kauf. Und der kann ein wenig tricky sein, denn es stehen verschiedene Bindungssysteme verschiedener Hersteller zur Auswahl, wobei nicht alle Teile miteinander kompatibel sind. Schauen wir uns daher also einmal an, worauf es so alles ankommt und wie sich das Ganze auflösen lässt.

Was Du in diesem Artikel erfährst:

  • Wie eine Splitboard Bindung funktioniert und
  • aus welchen Bestandteilen sie sich zusammensetzt.
  • Welche verschiedenen Interface Varianten es gibt
  • und mit welchen Bindungen sie harmonieren.

Wie funktioniert eine Splitboard Bindung?

Ganz kurz gesagt: Die Splitboard Bindung stellt die Verbindung zwischen Dir und Deinem Splitboard her. Sie ist also essentiell, damit Du Dein Board beim Aufstieg und bei der Abfahrt immer sicher am Fuß behältst.

Bestandteile der Splitboard Bindung

Die Bindung für das Splitboard setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen. Einmal der Bindung selbst (die bereits eine integrierte Aufstiegshilfe enthalten kann, aber nicht muss). Und dann noch dem Ride- beziehungsweise dem Tour-Interface.

Das Ride-Interface übernimmt die Aufgabe, die beiden Boardhälften für die Abfahrt zu fixieren – dementsprechend enthält es auch die dabei notwendigen Verschlüsse. Auch ermöglichst das es das Ride Interface, die Bindung bei der Abfahrt im Snowboard-Stance einrasten zu lassen.

Beim Tour-Interface hingegen ist es so, dass die Bindung im vorderen Bereich für den Aufstieg in einer fixen Position verbleibt. Die Ferse hingegen kann – genau wie beim Tourenski – aber weiterhin vertikal bewegt werden. Das verleiht Dir (oft auch in Kombination mit einer am Tour Interface angebrachten Aufstiegshilfe) mehr Komfort und Flexibilität beim Aufstieg.

Splitboard Touring Mode
Splitboard Bindung im Touring Modus

Touring- und Ride-Modus

Logischerweise macht es einen Unterschied, ob Du Dich am Berg gerade auf den Weg nach oben oder unten machst. Daher hier ein kleiner Überblick, welche Aspekte die von Dir ausgesuchten Bindungssysteme auf alle Fälle mitbringen sollten.

Touring Mode:

  • Bindung muss sowohl leicht einstellbar als auch schneeunempfindlich sein
  • Aufstiegshilfe von Vorteil, besonders wenn sie zweistufig höhenverstellbar ist
  • falls Harscheisen für das Traversieren benötigt werden, sollten sie leicht anbringbar sein
  • Highback-Vorlage auf 0° oder auf einen noch geringeren Wert einstellbar
  • Ferse für eine kleinere Zwischenabfahrt optional fixierbar

Ride Mode:

  • Unempfindlichkeit der Bindung und des Interfaces gegenüber Vereisung und Verstopfung durch Schnee (trifft auch auf Clips beziehungsweise Hooks für die Splitboardhälften-Fixierung zu)
  • unkomplizierte Umbaumöglichkeit vom Touring- zum Ride-Modus (nötig aufgrund potenziell kalter und windiger Wetterverhältnisse) – Bindungssysteme also idealerweise nicht zu kleinteilig

Weitere Merkmale einer hochwertigen Splitboard Bindung

Natürlich gibt es darüber hinaus noch einige weitere Punkte, die Du bei der Auswahl Deiner Splitboard Bindung und dem damit verbundenen Zubehör beachten solltest. Dazu zählen…

  • das Gewicht der Bindung,
  • die verwendeten Materialien,
  • die Größe und Passform
  • sowie die Langlebigkeit und
  • Kompatibilität der Bindungsbestandteile zueinander.

In puncto Gewicht lässt sich festhalten, dass an dieser Stelle das Motto „weniger ist mehr“ gilt. Will heißen, dass Festigkeit bei möglichst ausgeprägter Gewichtseinsparung angesagt ist. Dazu tragen unter anderem ausgekernte Grundplatten und minimale Designs beziehungsweise ebensolche Gurte bei. Und auch mithilfe von Materialien wie Aluminium, Glas- und/oder Kohlefaser, Nylonharz und Titan lässt sich dabei einiges herausholen.

Was die Größe und die Passform der Splitboard Bindungen betrifft, ist Folgendes festzuhalten. Die Größen differenzieren sich in klein, mittel, groß sowie extra groß. Du kannst die Passende dabei ziemlich leicht mit Deiner individuellen Snowboardschuh-Größe und einer geeigneten Größentabelle bestimmen. Bei der Passform ist zudem Variabilität angesagt. Je verstellbarer, desto besser für persönliche Anpassungen. Zusätzlich vorteilhaft: Stützgurte und ein dämpfendes Fußbett.

Splitboard Bindungssysteme

Bleiben noch die Langlebigkeit (logischerweise notwendig durch die hohen Belastungen) und die Kompatibilität. Zu Letzter ist festzuhalten, dass verschiedene Bindungssysteme mit unterschiedlichen Umbautechniken daherkommen. Das klingt erst einmal harmlos. Wenn es dann aber an die Details (mit Splint, ohne Splint, auf Puck, auf Disk oder mechanisch) geht, heißt es gründlich aufzupassen. Denn häufig sind nicht alle Einzelteile von allen Herstellern mit denen der anderen kompatibel. Dazu aber später noch etwas mehr.

Sinnvolle Aufsteighilfen runden das Ganze ab

Splitboard Felle sind für das Tourengehen mit Splitboard von größter Bedeutung. Immerhin sind die Fellstreifen, die Du mit Clips oder Kleber an der Board-Unterseite anbringen kannst, Dein Garant für einen rutschfreien Aufstieg. Um möglichst viel Grip zu haben, kannst Du Dich zwischen leichtem und gleitfähigem Mohair oder robustem und griffigem Nylon entscheiden. Oder Du nimmst ein Fell, was aus einem Materialmix besteht und profitierst von allen Eigenschaften.

Ebenfalls eine clevere Idee, falls Dir Touren mit schwierigen Bedingungen vorschweben: Harscheisen. Ihre Zacken verleihen Dir im steilen, steinigen und/oder eisigen Terrain den Halt, den Du für einen sicheren Aufstieg benötigst. Denke beim Kauf der Harscheisen und der Bindungen daran, dass beide mit dem Board und miteinander kompatibel sind und sich die Harscheisen unkompliziert befestigen lassen. Das ist speziell bei Wind und Eiseskälte sehr wichtig, wobei Du die Eisen natürlich nicht erst in einer brenzlichen Situation, sondern schon deutlich vorher montieren solltest. Sicher ist sicher.

How to setup a Splitboard by Blue Tomato

Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Splitboard Interface Übersicht

Puck

Ein Splitboard Interface mit Puck System zeichnet sich dadurch aus, dass an den extra dafür vorgesehenen Schnittstellen Metall- beziehungsweise Kunststoffpucks montierbar sind. Wenn Du aufsteigen willst, nimmst Du die Bindung als einfach von den Pucks herunter, bevor Du sie mithilfe von einer Klemme, einem Pin oder einer alternativen Verschlusstechnik fixierst. Soll es abwärts gehen, werden die Bindungen dagegen hochgeschoben (also auf die Pucks) und dort ebenso fixiert. Ein simples, aber leichtgewichtiges und vor allem verlässliches System, das mit diversen Soft- und der Mehrheit der Hardboot-Bindungen kompatibel ist.

VorteileNachteile
Puck-System-Bindungen lassen sich leicht bedienen und setzen wenig Zubehör in Form vom Schrauben vorausim Zusammenspiel mit größeren Mengen an Eis und/oder Schnee ist ein höherer Kraftaufwand beim Umbau notwendig
beim Einstellen des Ride-Modus verschwindet Schnee durch das Schieben der Bindung auf die Pucks von alleinebei regelmäßigem Gebrauch kommt es zum Verschleiß; also regelmäßig kontrollieren, ob Pucks ausgetauscht werden müssen
robuste und langlebige Konstruktionregelmäßiger Check notwendig, ob die Bindung fest genug sitzt
geringer Materialeinsatz und dadurch vergleichsweise leichtDie Aufstiegshilfe kann sich schnell verklemmen oder verbiegen
seit über 20 Jahren im DauertestDa die Hälften des Splitboards nicht aneinander gepresst werden, sondern lediglich nebeneinander liegen, ist der Flex nicht so hart
wird von vielen Herstellern angeboten und ist daher mit vielen Bindungssystemen kompatibel

Oder mit anderen Worten: Pucks gehen fast immer. Sie lassen sich unkompliziert anbringen und variabel einsetzen. Ebenfalls vorteilhaft: Wenn Du einen Adapter hast, ist auch die Montage klassischer Snowboard-Bindungen auf Deinem Splitboard möglich. Außerdem sind Puck-Interfaces mit diversen Bindungen kompatibel. Beispiele dafür siehst Du hier.

Voilé

Der Hersteller Voilé zählt zu den Pionieren im Bereich Splitboard-Zubehör. Sein Bindungssystem basiert auf vier, auf den Inserts angebrachten Disks. Willst Du nun abfahren, brauchst Du die Bindung nur über diese Scheiben zu schieben und per Pin zu fixieren. Er bietet Dir zudem beim Aufstieg den Vorteil, die Ferse recht weit zu heben und somit die Schrittlänge verlängern zu können.

  • Kompatibilität: mit Burton Hitchhiker, Spark R&D, SP und K2 Far Out Bindungen

Burton Hitchhiker

Die Hitchhiker sind das Resultat aus einem Burton- und Spark R&D Teamwork. Will heißen, dass das Highback, die Schnallen und Straps von Burton kommen; das Baseplate und Interface aber von Spark R&D sind. Was genau es mit dem Interface dann auf sich hat, siehst Du gleich …

  • Kompatibilität: mit Burton Splitboards ab 2015, K2 Splitboards und allen Splitboards, die mit Voilé oder Spark-Puck-System ausgestattet sind

Spark R&D

Beim Park R&D Unterface System handelt es sich weitgehend um eine Weiterentwicklung des Systems von Voilé – allerdings in einer leichteren und flacheren Variante. Dank des inklusiven T1 Tesla Systems ist ein Umswitchen von Aufstiegs- auf Abfahrtsmodus in wenigen Momenten möglich. Gleichzeitig sorgen die patentierten Pucks für eine sehr ausdifferenzierte Stance-Regulierung. Kein Wunder also, dass sich alle regulären 2x 4 Inserts und die damit verbundenen Splitboards über eine solche Bindungs-und-Interface-Kombination freuen.

  • Kompatibilität: mit Burton Hitchhiker oder Spark R&D Bindungen

Plum

Du bist auf der Suche nach einer mechanischen Splitboard Bindung und legst viel Wert auf eine hohe Qualität? Dann bist Du bei Plum genau richtig! Die französische Skibindungsfirma arbeitet exklusiv mit Rossignol zusammen und den Bindungen und Interfaces merkt man definitiv an, dass bei ihnen Expert*innen am Werk waren.

Das Ergebnis (beispielsweise bei der Plum Feyan): 20 Sekunden für die Umstellung vom Aufstiegs- in den Abfahrtsmodus. Schnell, flüssig und vor allem bei jedem Wind und Wetter unkompliziert zu bewältigen. Basis dafür ist die Basisplatte der Bindung, die Aussparungen besitzt und die auf zwei konische Pucks gesteckt werden kann. Schwenkst Du nun den Hebel um, drückst Du einen Schieber Richtung Front-Puck und kannst die Baseplate auf die Pucks ziehen. Was bedeutet, dass die beiden Splitboard-Hälften bombenfest zusammen gezogen werden. Perfekt für die Abfahrt.

Und auch für Komfort beim Aufstieg ist gesorgt. Der Hebel ist umgelegt? Dann packt die breitere Schieber-Vorderseite um die drehbar gelagerte Achse herum, sodass Du Dich geschmeidig bewegen kannst. Das bedeutet, dass eine Mischung aus Plum Interface und Bindung folgende Vor- und Nachteile mit sich bringt.

VorteileNachteile
Die mechanischen Bindungen von Plum / Rossignol zeichnen sich durch eine hohe Qualität und ein hohes technisches Know-how ausGewicht ist etwas höher als das der leichtesten Splitboard Bindungen
die Grundplatte ist außerordentlich robustdas System bringt viele Einzelteile und Schrauben mit, die eingeklebt und regelmäßig gecheckt werden wollen
Der Flex ist sehr direkt, weil die Splitboard-Hälften nicht nur nebeneinander liegen, sondern wirklich aneinander gepresst werden
Beim Wechsel vom Touring- in den Ride-Modus ermöglicht die Mechanik das Wegschneiden von Schnee und/oder Eis in einem Arbeitsgang
  • Kompatibilität: ausschließlich mit Plum/Rossignol-Bindungen

Kurz gesagt: Ein relativ teures Interface – aber dafür eins, das wirklich robust ist und mit reichlich Zubehör sowie einer cleveren Detailfragen-Lösung daher kommt.

Union

Das Expedition System des Herstellers Union zeichnet sich durch eine besonders leichte Bedienbarkeit aus. Und auch das damit verbundene Interface ist ein echtes Unikum – dementsprechend nur mit Union-Expedition-Bindungen zu nutzen. Die Funktion des Systems ähnelt der eines Korkenziehers, sodass Du in Kombination mit stärker fixierten Teilen das Gefühl erhältst, als wärst Du auf einem klassischen Snowboard unterwegs.

VorteileNachteile
durch das Drehen der Bindung auf die Disk werden Schnee und Eis wegtransportiertdas Plastik ist günstig und verschleißt vergleichsweise schnell (etwa nach 100 Touren)
der Preis ist ziemlich niedrigder Anbau setzt viel Kraft voraus
das für den Rahmen verwendete Kunststoff-Material kommt Fahrer*innen mit einem soften Fahrstil sehr entgegenfehlt die Arretierung, besteht die Möglichkeit, den Splint zu verlieren

das System bringt ein vergleichsweise hohes Gewicht mit sich
  • Kompatibilität: ausschließlich mit Union-Bindungen

Ergebnis: Wenn Du ins Splitboarden entsteigen willst, handelt es sich bei einer Splitboard Bindung von Union um ein faires und solides Angebot. Stehen Touren aber auf Deiner ‚Häufiger-mal-machen-Liste‘ bieten sich leichtere Aluminium-Bindungen auf die Dauer eher an.

Karakoram

Die Bindungen von Karakoram kommen ohne Puck-Interfaces daher. Ein ziemlich häufig verkauftes und bewährtes Design bedient sich dabei beispielsweise mechanischer Mechanismen zur Verriegelung. Heißt also: Willst Du abfahren, wenden die beiden Ski-Schnittstellen zusammen geklemmt und zusammengezogen, was für eine besonders enge und stabile Verbindung sorgt. Für ein Fahrgefühl, das fast dem eines One-Piece-Snowboards entspricht.

Ebenfalls komfortabel ist der ‚Quick-Release‘-Hebel, der dafür sorgt, dass Du sehr schnell vom Touring- in den Ride-Modus umschwenken kannst. So brauchst Du die Bindung nur in Richtung der Splitboard-Ski-Scharniere zu drehen und kannst jede Bindung mithilfe eines Stifts, einer Klemme oder einer anderen Verschlussart fixieren.

VorteileNachteile
Grundplatte und Aufstiegshilfe bei der Bindung sehr stabildas Set besteht aus diversen Teilen, die eingeklebt (LookTide) und öfters gecheckt werden müssen
Kantenhalt beim Aufstieg sehr ausgeprägt, weil Du auf einer gelagerten Welle läufstder Umbau bei eisigen Bedingungen ist etwas aufwendiger
aus dem Aneinander-gepresst-Werden der Splithälften im Ride-Mode resultiert ein direkterer Flexregelmäßige Reinigung per Hand notwendig
kein individuelles Zusammenstellen und Puzzlen notwendig, weil jedes Bindungsset alle notwendigen Teile beinhaltetdie Massivität des Interfaces sorgt für ein höheres Gewicht (selbst bei Carbon als Grundmaterial)
  • Kompatibilität: ausschließlich mit Karakoram-Bindungen

Kurz gesagt: Für eine Splitboard Bindung ohne Pucks in vielen Hinsichten komfortabel und praktisch. Allerdings beseitigt die Karakoram Bindung keinen Schnee und Du musst in dieser Hinsicht regelmäßig selbst ‚ran.


Beste Marken von Splitboard Bindungen

  • Union
  • Burton
  • Karakoram
  • SP

Wissenswertes zu Splitboards

Neben der richtigen Ausrüstung, sollte das Splitboard perfekt zu dir passen. Hier ist unser Ratgeber zur Ermittlung der Splitboard Länge.

Häufige Fragen & Antworten

Unterschied zwischen Hardboot und Softboot Splitboard Bindung

Wie beim klassischen Snowboarden besteht auch beim Splitboarden ein Unterschied zwischen Bindungen für Hard- und für Soft Boots. Worin genau diese liegen und was sich in welchem Fall anbietet? Das möchte ich an dieser Stelle für Dich noch einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen. [1]

Softboot Bindungen

Diese Varianten erinnern sehr an die traditionellen Snowboardbindungen und kommen daher mit vergleichbaren Highbacks und Ratschenriemen daher. Wenn Du Dich also auf den Weg nach unten machst, fixierst Du sie fest überm Splitboard. Im Touring Mode dagegen sind sie so eingestellt, dass je eine Bindung Platz auf einem Ski findet und dass jede auf- und abschwenkbar ist. Dazu passen dann die weichen Snowboard-Schuhe, die Du von der One-Board-Benutzung kennst.

VorteileNachteile
ein Snowboard-artiges ‚Surfgefühl‘schneller abgenutzt als Hardboot-Bindungen
sehr komfortabel und schnell eingefahrenlassen nicht ganz so viel Bewegungsfreiheit zu
kostengünstiger als Hard-Boot-Bindungen (speziell, wenn Du schon Softboots fürs Snowboarden besitzt)weiche Boots sind weniger steif, was das Überqueren von Hängen beim Aufsteigen anstrengender macht

Hardboot Bindungen

Hardboot-Bindungen werden meistens von Backcountry-Skifahrer*innen genutzt, die gerne einmal aufs Snowboard umsteigen und ihre Schuhe mitnehmen wollen. Dementsprechend zeichnet sich eine Splitboard Bindung dieses Typs dadurch aus, dass es keine Highbacks und Gurte gibt. Stattdessen schraubst Du für den Aufstieg alle Ride-Bindungskomponenten anstelle einer Neupositionierung ab. Dann trittst Du in auf die Splitboard-Ski montierten Tech-Style-Zehenstücke. Und wenn Du abfahren willst, bietet Dir die Bindung im Zehen- und Fersenbereich stabile Metallbügel, in die Du Deine Hardboots einhakst.

VorteileNachteile
sehr effizient, weil die Hardboots längere Schritte zulassenhöhere Preise für Boots und Bindungen als bei Softboot-Sets
Hardboots für das Anbringen von vollautomatischen SteigeisenHardboots nehmen meist mehr Zeit in Anspruch, bis sie beim Splitboarden richtig gut mit dem Fuß harmonieren
Hardboots (wie beim Skitourengehen) sind sehr langlebig

Fazit zum Thema Splitboard Bindung

Splitboard Bindungssysteme sind ein eigenes Kapitel für sich. So groß die Auswahl an verschiedenen Techniken und Herstellern – und das, obwohl die Konstruktion in jedem einzelnen Fall immer darauf abzielt, dass die Verbindung zwischen dem Board und Dir möglichst stabil ist. Insofern lohnt es sich, vor dem Kauf erst einmal die verschiedenen Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme gegeneinander abzuwägen und auf folgende Aspekte zu achten.

  • Wie schnell und einfach ist die Umstellung vom Touring- in den Ride-Modus – auch unter schwierigen Außenbedingungen – zu bewältigen?
  • Wie robust und gleichzeitig leicht ist die Bindung?
  • Und mit wie ist es um die Kompatibilität von Interfaces und Bindungen von verschiedenen Herstellern bestellt?

Wenn Du all diese Fragen geklärt hast, bist Du der richtigen Splitboard Bindung und Deiner Tour in den Schnee also definitiv schon ein ganzes Stück weit näher gekommen!

Quellen & Einzelnachweise:
[1] https://www.blue-tomato.com/de-DE/buyers-guides/touring/splitboarding/