Jeder, der ein Fußballtor im Garten stehen hat, kennt es: Irgendwann reißt das erste Netz durch Wind und Wetter, oder eine starke Böe weht das leichte Tor um. Damit der Spielspaß lange erhalten bleibt und vor allem die Sicherheit deiner Kinder gewährleistet ist, sind das richtige Zubehör und eine regelmäßige Wartung entscheidend.
Es reicht oft nicht, das Tor einfach nur aufzustellen. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du dein Tor sturmfest machst, welches Ersatznetz wirklich hält, was es verspricht, und wie du alles fachgerecht montierst.
Sicherheit geht vor: Das Fußballtor verankern (Kippsicherung)
Die Sicherheit sollte im Garten immer an erster Stelle stehen. Besonders leichtere Tore aus Aluminium oder Kunststoff können bei starken Schüssen oder Windböen kippen. Noch wichtiger ist die Sicherung, weil Kinder gerne an der Querlatte schaukeln oder am Pfosten klettern – hier besteht bei ungesicherten Toren Verletzungsgefahr.
1. Bodenanker für den Rasen
Wenn dein Tor auf einer Rasenfläche steht, hast du die einfachste Möglichkeit zur Sicherung:
- U-Heringe: Diese kennst du vielleicht vom Zelten. Sie eignen sich hervorragend für leichte Pop-Up Tore oder kleine Trainingstore. Sie werden einfach über das Bodenrohr geschoben und in die Erde gedrückt.
- Spiralanker / Erdanker: Für größere, schwere Tore sind diese unerlässlich. Sie drehen sich wie ein Korkenzieher tief in das Erdreich und bieten extremen Halt. Selbst bei Sturm bleibt das Tor so fest verankert.
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2. Sicherung auf hartem Untergrund (Terrasse/Hof)
Auf Beton, Pflastersteinen oder Kunstrasen kannst du keine Heringe verwenden. Hier arbeiten Profis und Vereine mit Gewichten.
- Sandsäcke (Sandbags): Spezielle Kontergewichte-Säcke, die mit Sand gefüllt und über den hinteren Rahmen gelegt werden.
- Wichtiger Hinweis: Lege bitte niemals einfache Pflastersteine oder Betonplatten auf das Torrohr. Wenn Kinder darauf fallen, ist die Verletzungsgefahr zu hoch. Sandsäcke sind weich und geben nach.
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Das richtige Ersatznetz finden: Worauf achten?
Das Netz ist das Verschleißteil Nummer 1. UV-Strahlung macht es spröde, und harte Schüsse lassen die Maschen reißen. Wenn du ein neues Netz kaufst, achte auf diese zwei Faktoren:
1. Das Material und die Fadenstärke
Der Standard für gute Netze ist Polypropylen (PP). Es ist hochfest und meist knotenlos verarbeitet. Entscheidend ist die Dicke des Fadens:
- 2 – 3 mm: Dies ist der Standard für Kinder-Gartentore. Es ist kostengünstig und hält den Schüssen von Kindern bis ca. 10 Jahren gut stand.
- 4 – 5 mm: Dies ist Profi-Qualität. Wenn Jugendliche oder Erwachsene kicken, solltest du unbedingt zu dieser Stärke greifen. Solche Netze halten viele Jahre.
Welche Stärke brauchst du?
| Fadenstärke | Empfohlen für | Haltbarkeit |
| ca. 2 mm | Kleinkinder, leichte Bälle | Mittel |
| 3 mm | Kinder bis 12 Jahre, Garten | Gut |
| 4 – 5 mm | Jugendliche, Erwachsene, Vereine | Sehr Hoch |
2. Die Maschenweite
Die Standard-Maschenweite beträgt 10 bis 12 cm. Das ist perfekt für normale Fußbälle der Größe 5. Wenn du allerdings mit kleineren Bällen (z. B. beim Funino oder Hockey) trainierst, solltest du eine Maschenweite von 4 bis 6 cm wählen, damit der Ball nicht hindurchrutscht. Engere Maschen verhindern zudem, dass kleine Kinder beim Klettern mit dem Kopf im Netz hängenbleiben.
Passende Netzgrößen für dein Tor
Bevor du kaufst, miss dein Tor unbedingt genau aus (Breite x Höhe x Tiefe). Die gängigsten Maße für den Garten sind 3 x 2 Meter (ähnlich Handballtor) oder 1,80 x 1,20 Meter.
Wer etwas mehr Platz hat oder für den lokalen Verein nach Ausrüstung schaut, benötigt oft das Maß 5 x 2 Meter. Dies ist die offizielle Größe für Jugendtore, wie sie im Spielbetrieb der D-Jugend bis zur C-Jugend auf dem Kompaktfeld vorgeschrieben sind. Auch im privaten Bereich greifen Eltern mit sehr großen Gärten gerne auf diese „echten“ Jugendtore zurück, damit das Feeling wie am Wochenende auf dem Sportplatz ist.
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- Geknüpftes Ersatznetz für alle 213 cm breiten Tore
Netzbefestigung: Wie kommt das Netz an das Tor?
Ein gutes Netz nützt nichts, wenn es lose hängt. Es gibt drei gängige Methoden zur Befestigung:
- Klettbänder: Oft bei günstigen Toren dabei. Sie sind extrem schnell montiert, können aber bei harten Schüssen verrutschen oder sich lösen.
- Netzclips / Kunststoffhaken: Diese werden in die Profilnut des Tores geklickt (meist bei Alu-Toren). Das sieht sehr professionell aus und hält das Netz perfekt in Form.
- Spannschnur: Die klassische Methode. Eine Leine wird spiralförmig um Pfosten und Netz gewickelt. Das ist die haltbarste Methode, dauert beim Aufbau aber am längsten.
Tipp zur Montage: Beginne immer an den oberen Ecken. Fixiere das Netz erst dort lose, arbeite dich dann zur Mitte der Latte vor und spanne es erst ganz zum Schluss an den Bodenrohren fest.
Pflege & Winter: Muss das Tor abgebaut werden?
Sollte das Tor im Winter draußen bleiben?
- Das Gestell: Ein Tor aus Aluminium kann problemlos den ganzen Winter draußen stehen, da es nicht rostet. Bei Stahltoren solltest du Lackschäden vor dem Winter ausbessern, sonst droht Rost.
- Das Netz: Auch wenn moderne Kunststoffe wetterfest sind – Frost in Kombination mit Wintersonne macht Plastik auf Dauer spröde.
- Unsere Empfehlung: Wenn du die Lebensdauer deines Netzes verdoppeln willst, nimm das Netz (oder das ganze mobile Tor) im Winter ab und lagere es trocken im Keller oder der Garage.
Häufige Fragen & Antworten
Davon raten wir ab. Die mechanische Belastung und das Schleudern können die Fasern beschädigen. Wenn das Netz grünspanig oder dreckig ist, lege es auf den Rasen und spritze es mit dem Gartenschlauch und etwas milder Seifenlauge ab.
Kleine Löcher solltest du sofort flicken, damit sie nicht weiter aufreißen. Für die schnelle Reparatur eignen sich Kabelbinder. Für eine dauerhafte Lösung gibt es spezielle Reparatur-Garne, mit denen du die Masche neu knüpfen kannst.
Zubehör-Fazit: So hält dein Tor ewig
Das richtige Zubehör sorgt nicht nur für Profi-Feeling im Garten, sondern schützt vor allem die Gesundheit deiner Kinder. Zusammenfassend solltest du dir Folgendes merken:
Lagere das Netz im Winter nach Möglichkeit drinnen, um es vor Frostschäden zu schützen.
Eine Kippsicherung (Bodenanker oder Sandsäcke) ist absolute Pflicht für jedes Tor.
Beim Ersatznetz gilt: Lieber 3mm Fadenstärke oder mehr, damit du nicht jedes Jahr neu kaufen musst.

